Chronik - AIDA-Frust

Hier ist das Lächeln NICHT IMMER zu Hause!
Auswertung einer Frust-Kreuzfahrt mit den vier Großbuchstaben
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Chronik

Ereignisse
07.11.2015
Praia, Santiago / Kapverden:
Wir nahmen am Landausflug „Inselfahrt nach Tarrafal“ teil, durchgeführt von der Firma "Intercruises". Wir teilten sofort vor Beginn der Fahrt dem mitfahrenden Scout, Frau Y, mit, dass Straßenunebenheiten langsam zu überfahren sind (meine Frau hat zwei Implantate in der Wirbelsäule) und diese informierte Reiseleiter und Fahrer. Auf der Rückfahrt von Tarrafal krachte es irgendwann, ich befand mich kurzzeitig komplett in der Luft und landete danach wieder unsanft auf dem Sitz, irgend etwas metallisches klirrte. Was war passiert? Der Fahrer war mit geschätzten 70-80 km/h über einen „Buckel“ zur Geschwindigkeits-Begrenzung (Speed Bump) gedonnert - hier wären schon 30 km/h zu viel gewesen. Frau Y fragte meine Frau, wie es ihr gehe. Diese antwortete, dass sie starke Schmerzen habe und nicht wisse, ob alles gehalten habe. Kurz vor Ende der Fahrt entschuldigte sich der Reiseleiter für den Zwischenfall.
Etwa drei Stunden nach dem Eintreffen am Schiff verließen wir den Hafen Richtung Kanaren, damit war eine Untersuchung in einem Hospital nicht möglich.
Meine Frau nahm zwei Schmerztabletten, legte sich schlafen und hoffte, dass sie diesmal Glück gehabt hatte.
08.11.2015
Seetag:
Wir trafen zwei Teilnehmer der gestrigen Fahrt. Diese wiesen uns darauf hin, dass wir den Vorfall unbedingt an der Rezeption melden sollten.
Auch die Frau gab an, durch den "Schlag" Schmerzen verspürt zu haben.
An der Rezeption war die erste Frage: "Waren Sie schon beim Arzt?". Meine Frau fragte, weshalb sie als Geschädigte auch noch den Arzt bezahlen soll, diese wäre Sache des Verursachers. Damit war jede weitere Arztdiskussion seitens der (links schreibenden) Dame an der Rezeption sofort beendet. Unsere Bemerkungen wurden im PC erfasst.
09.11.2015Seetag:
Irgendwie hätten wir gern eine Bestätigung des Vorfalles von AIDA. Also verfassten wir auf der Rückseite eines A4-Blattes eine Schilderung nur des Vorganges und baten an der Rezeption um eine schriftliche Bestätigung. Die Dame an der Rezeption rief die eine Frau Z (die damals in unseren Augen Frau X war) mit deren Vornamen herbei, die uns sofort anfauchte, dass der "Schmierzettel" nicht anerkannt werden könne. Wir sollten gefälligst eine "Anlage zur Gästemeldung" ausfüllen - weshalb wurde uns diese nicht schon gestern angeboten? Sollte das im PC Gespeicherte einfach mal so gelöscht werden?
Weiter Frau Z: Alle Forderungen gegenüber AIDA können
nach Reiseende innerhalb von 4 Wochen in Rostock geltend gemacht werden! ??? Wir wollten doch nur eine Bestätigung des Herganges! Eine Frage, ob meine Frau Hilfe benötigt, kam wieder nicht.
Wir füllten die Anlage aus und erhielten dann das Original mit Stempel und Unterschrift zurück. Im Kleingedruckten war zu lesen, dass es nur eine Bestätigung der Kenntnisnahme AIDAs sei, keine des Vorganges!

10.11.2015Santa Cruz de Tenerife, Teneriffa / Spanien:
Wir hatten am Nachmittag den Ausflug zum Teide-Nationalpark gebucht. Meine Frau hatte zwar noch Schmerzen, meinte aber, dass sie den Ausflug überstehen würde. Als Scout hatten wir wieder Frau Y dabei, der das sichtlich unangenehm war. Erst vor Einnahme der Snacks am Eingang des Nationalparkes fragte sie meine Frau, wie es ihr gehe. Diese ließ sich natürlich nicht die Gelegenheit entgehen,
Frau Y mitzuteilen, wie sie über das bisherige Verhalten AIDAs denke. Frau Y versprach, dies an ihre Vorgesetzte, die Tourmanagerin Frau X, weiter zu leiten.
Am Abend kamen wir auf die Idee, uns wenigstens von Teilnehmern des Ausfluges eine Bestätigung des Vorfalles unterschreiben zu lassen (AIDA hatte das ja - wohl bewusst - bis jetzt vermieden) und sprachen zum Abendessen ein Paar daraufhin an. Diese waren sofort einverstanden.
11.11.2015Santa Cruz de La Palma, La Palma / Spanien:
Zum Frühstück erhielten wir die ersten Unterschriften. Nun hatten wir eine offizielle Bestätigung des Zwischenfalles. Allerdings wäre es uns lieber, wenn wir diese auch von AIDA erhalten hätten. So gingen wir nach dem Abendessen zum Ausflugscounter und fragten nach
Frau Y. Da diese nicht anwesend war, ließ sich ein anderer Mitarbeiter alles komplett erklären und versuchte danach, sie zu erreichen - vergeblich.

12.11.2015Seetag:
Eine Durchsage des Kapitäns verriet uns, wo wir
Frau Y finden können. Auf eine Bestätigung des Herganges angesprochen, erhielten wir als Antwort, dass sie nicht berechtigt sei, irgend etwas zu unterschreiben. Uns wurde noch mitgeteilt, dass ihre Chefin, Frau X, uns sprechen wolle. Wir sollten uns ab 11 Uhr am Ausflugscounter einfinden.
In der Kabine diskutierten wir über den plötzlichen Wunsch zu einer Aussprache. Sicherlich war der erst durch unsere gestern Abend bekannt gewordene Aktivität bedingt.
Meine Frau hatte keine Lust, sich noch einmal von Frau X anfauchen zu lassen (für uns waren damals Frau Z und Frau X dieselben), das hatten wir nicht nötig. Außerdem schien es augenfällig zu sein, dass AIDA alles tat, um den Vorfall unter den Tisch zu kehren. Wer bei einem Zwischenfall erst nach 5 Tagen gezwungenermassen Gesprächsbereitschaft signalisiert, ist eigentlich gar nicht daran interessiert. Also teilten wir
Frau Y gegen 11 Uhr mit, dass wir zu diesem Vorfall nur noch schriftlich mit AIDA verkehren werden, holten uns eine neue Anlage zur Gästemeldung, erfassten darauf unsere Forderungen (schriftliche Anerkennung des Zwischenfalles, Übernahme von Kosten für Arzt und CT
(um eine mögliche Schädigung erkennen zu können) sowie eventuell weiterer Folgekosten) zusammen mit ein paar Bemerkungen (u. a. , dass wir zu dieser Sache nur noch schriftlich mit AIDA verkehren werden) und ließen uns dies alles bestätigen.
Wir hatten diese neue Anlage gerade abgegeben, als wir eine Kabinennachricht mit einer Gesprächsaufforderung für heute Nachmittag direkt von Frau X erhielten. Hatte die unsere neue Anlage nicht richtig gelesen oder war das nur die Reaktion auf unsere Aussage gegen 11 Uhr?
Ich rief an der Rezeption an und teilte mit, dass wir zu unserer zweiten Anlage keine weiteren Aussagen zu tätigen hätten - jetzt sei endlich AIDA am Zuge.
13.11.2015Arrecife, Lanzarote / Spanien:
Für heute Nachmittag hatten wir einen Ausflug geplant in den Timanfaya Nationalpark. Vormittags diskutierten wir das weitere Vorgehen: AIDA schien darauf zu warten, dass wir in den Flieger steigen, ohne dass meine Frau untersucht worden ist. Dann könnten sie alles ableugnen bzw. auf den Flug schieben.
So rief ich bei unserer Auslandskrankenversicherung (ADAC) an und schilderte den kompletten Hergang bis jetzt. Mein Gesprächspartner war der Meinung, dass meine Frau noch in Spanien untersucht werden müsse. Etwa 30 Minuten später erhielten wir von der spanischen ADAC-Niederlassung die Adresse eines Privathospitals auf Lanzarote mit dem Hinweis, dass wir über die Notaufnahme gehen sollten. Der ADAC würde die Kosten für die Untersuchung übernehmen. Sollte eine OP nötig sein, wollte er AIDA zur Kostenbegleichung in die Pflicht nehmen - das klang ja gut!
In der Notaufnahme war etwa 4 Stunden warten angesagt, bis das CT erstellt wurde. Dann nochmals eine Stunde warten. Dann fragte meine Frau den Scannerarzt, wie lange es noch dauern wird - wir müssten rechtzeitig auf das Schiff zurück. Das Problem war, dass der Spezialist mit Notfällen eingedeckt war und so keine Auswertung vornehmen konnte. Deshalb einigten wir uns darauf, dass wir die CT-Ergebnisse auf einer CD mitbekommen. Wir zahlten die Rechnung und fuhren mit dem Taxi zum Schiff zurück.
Abends telefonierte ich nochmals mit dem ADAC und wir einigten uns so, dass wir die Auswertung per Mail nachgesandt bekommen werden.

18.11.2015Rosenheim, Bayern:
Heute haben wir die Auswertung des Spezialisten erhalten, eine Ärztin der ADAC-Niederlassung in Spanien erläuterte mir vorher noch alles auf Deutsch.
Copyright by Jens Wahl, 2016 - 2018. Veröffentlicht am 25.01.2016. Letzte Änderung am 14.07.2018
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