Kritik - AIDA-Frust

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Auswertung einer Frust-Kreuzfahrt mit den vier Großbuchstaben
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Kritik

Ereignisse
Was kritisiere ich am Verhalten der in den Vorfall involvierten AIDA-Mitarbeiterinnen bzw. AIDA selbst?

1. Nach der Äußerung meiner Frau gegenüber Frau Y, starke Schmerzen zu haben, erfolgte seitens AIDA's gar nichts mehr. Wenn jemand - egal wo - äussert, starke Schmerzen zu haben, bietet man Hilfe an. Ganz gegenteilig dazu verhielten sich die Mitarbeiterinnen des Veranstalters: AIDA hielt Arme und Beine ruhig und steckte den Kopf in den Sand - hoffentlich kommt keiner, um sich zu beschweren! Und wenn doch, dann wird er/sie niedergemacht!

2. Nach der Frage der Rezeptionistin, ob meine Frau schon beim Schiffsarzt war und deren Entgegenung, dass gefälligst der Verursacher die Arztkosten zu übernehmen hat, war keinerlei Rede mehr von einem Arztbesuch. Hier schon kam der von mir erfundene und ironisch gemeinte Begriff der "Kostenvermeidungsdirektive" zum Tragen: AIDA versuchte mit allen Mitteln, nicht in die Pflicht genommen zu werden und Kosten zu vermeiden. Wie war doch der Werbespruch: "Ihre Gesundheit ist uns wichtig" - aber wohl nur, wenn es AIDA nichts kostet. Ansonsten interessiert sich AIDA für die Gesundheit ihrer Gäste nicht, auch nicht, wenn ein Erfüllungsgehilfe von AIDA deren Gesundheit gefährdet hat - soweit unsere schlechten Erfahrungen. Auch wiederholte Beteuerungen, dass die Gesundheit der Passagiere und Crew bei AIDA höchste Priorität hat, nutzen nichts, wenn, wie wir leider feststellen mussten, dies nur dann gilt, wenn es AIDA nichts kostet. Geiz ist geil - und bei AIDA so geil, dass eine weitere gesundheitliche Gefährdung der Passagiere billigend in Kauf genommen wird!
3. Obwohl angeblich die Ausflugsteilnehmer versichert sein sollen [6], [7], war auch keine Rede von einer Kostenübernahme durch diese Versicherung. Gibt es die überhaupt? Wenn man die Passagen in der Ausflugsbroschüre und dem Katalog vergleicht, dann klingt das schon ziemlich unterschiedlich (siehe die beiden folgenden Bilder)!
    Weshalb wurde uns nicht durch AIDA angeboten, die Arztkosten zu übernehmen, um sich diese dann selbst vom Erfüllungsgehilfen zurück zu holen? Das wäre ein echter Service gewesen.
    4. Obwohl wir uns am 09.11.15 nur den Unfallhergang bestätigen lassen wollten (wir hatten also zu diesem Zeitpunkt gar keine Forderungen!), wurden wir wie Rotzbuben durch Frau Z abgekanzelt mit dem Verweis, dass alle Forderungen nach Reiseende in Rostock geltend gemacht werden können. Diese Frau verhielt sich, der Situation entsprechend, völlig überzogen. Es wurde sich nicht einmal die Zeit genommen, uns anzuhören. Bei einer zu vermutenden gesundheitlichen Schädigung die Geschädigte darauf zu verweisen, dass sie NACH der Reise die Möglichkeit habe, Forderungen zu stellen, ist ja schon menschenverachtend! Es wäre geboten gewesen, der Geschädigten sofortige Hilfe anzubieten.

    5. Ich muss aufgrund der Fakten sogar noch weiter gehen: Wie wir erst später feststellen sollten, war wohl Frau Z die Vorgesetzte von Frau Y (bei dem "Abbürst-Auftritt" stellte sich die "Dame" ja nicht vor und erst 1,5 Jahre später wurde geklärt, dass Frau Z nicht identisch ist mit Frau X). Da letztere als Scout auf dem Unfall-Ausflug mit dabei war, hätte sie ja im Ausflugsbericht den Unfall erwähnen müssen. Damit sollte dieser Fakt zwei Tage später auch Frau X bekannt gewesen sein, zumal uns die Rezeptionistin mit einem abwertenden "Das sind die" vorstellte. Wenn mir in einer Leitungsposition bekannt ist, dass ich einen "Unfall-Gast" mit einer Behinderung vor mir habe und reagiere so wie oben beschrieben, dann kann ich nicht anders schlußfolgern, als dass Frau Z mit Ihrem Verhalten eine Verschlechterung bzw. weitere Gefährdung der Gesundheit meiner Frau billigend in Kauf genommen hat - Hauptsache, der "Kostenvermeidungsdirektive" wird entsprochen!

    6. Erst 5 Tage nach dem Unfall kam das erste Gesprächsangebot durch die Tour Managerin - aber erst, als sie mitbekam, dass wir versuchten, uns den Unfall an sich durch Frau Y bestätigen zu lassen. Also war dies für mich nur ein Versuch, unsere Absicht zu unterbinden.

    7. Seitens AIDA gab es keinerlei Bestätigung des Unfalles (die man eventuell bei einem Versicherer benötigt hätte). Unsere Schilderung auf der "Anlage zur Gästemeldung" wurde mit der Anmerkung versehen, dass die Unterschrift lediglich die Bestätigung der Kenntnisnahme durch AIDA darstelle.

    8. Nach der schriftlichen Formulierung unserer Forderungen am 12.11.15 regte sich AIDA überhaupt nicht mehr. Wir mussten davon ausgehen, dass AIDA auf Zeit spielt und wartet, dass wir ohne Untersuchung meiner Frau von Bord gehen. Dann hätten wir keinerlei Chance mehr gehabt, eventuelle Schädigungen als eine nachzuweisen, die während des Landausfluges am 07.11.15 entstand.

    9. Durch AIDA wurde auch im Nachhinein versucht, den Vorfall herunterzuspielen. Besonders regte mich eine Formulierung von Frau Schimansky in deren Schreiben vom 21.12.15 an uns auf: "... Es tut mir sehr leid, dass es uns dabei offenbar nicht vollständig gelungen ist, Ihnen in dieser Zeit das Gefühl der Fürsorglichkeit zu vermitteln. ...". "Offenbar nicht vollständig"? Mehr Hohn ist doch kaum noch möglich! Nach der Frage von Frau Y gleich nach dem Vorfall, wie es meiner Frau gehe, interessierte es bis zu unserer Abreise keinen einzigen AIDA-Mitarbeiter, wie es meiner Frau gehe - das sind 100% der Zeit ab dem Unfall und ungefähr zwei Drittel der Gesamtreisezeit. Im Gegensatz dazu fragten am Tag nach dem Vorfall mehrere Ausflugsteilnehmer, die mit in unserem Bus gesessen hatten, meine Frau, wie es ihr gehe und was AIDA unternommen hätte. Nichts, denn Anstand scheint bei AIDA ja eine Kostenfrage zu sein! Oben genannte Formulierung von Frau Schimansky brachte mich erst dazu, das Ganze mal auszuwerten und in dieser Form zu veröffentlichen.

    10. UPDATE im Juni 2016: Anfang April 2016 fand ich in den AGB des AIDA-Kataloges für 2015/16 folgenden Passus: "... 10.7 Die Reiseleitung an Bord der Schiffe von AIDA Cruises, Reisevermittler und/oder sonstige Leistungsträger sind nicht berechtigt, irgendwelche Ansprüche der Kunden gegenüber AIDA Cruises anzuerkennen. ..." Das bedeutet für mich, dass wir nie eine Chance hatten, uns den Unfall an sich bestätigen zu lassen. Deshalb auch der Verweis darauf, dass wir Ansprüche bis 4 Wochen nach Reiseende in Rostock geltend machen müssen. DOCH WESHALB HAT UNS DAS KEINER GESAGT? Mangelnde Kommunikation bzw. die Unfähigkeit der involvierten Damen dazu kommen also noch hinzu. Dieser Passus mag geeignet sein bei Sachmängeln oder beschädigten Gegenständen, doch aber nicht im Falle gesundheitlicher Probleme! Da sollte sich AIDA eines Besseren besinnen.
    Copyright by Jens Wahl, 2016 - 2018. Veröffentlicht am 25.01.2016. Letzte Änderung am 14.07.2018
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