Lehren - AIDA-Frust

Hier ist das Lächeln NICHT IMMER zu Hause!
Auswertung einer Frust-Kreuzfahrt mit den vier Großbuchstaben
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Lehren

Auswertung
Es gab nicht nur ein Fehlverhalten seitens AIDAs, auch wir haben Fehler gemacht. Wenn man aber im wahrsten Sinn des Wortes mit einem Knall in eine Situation gebracht wird, die man eigentlich scheut wie der Teufel das Weihwasser, dann hat man nicht immer Zeit, alles in Ruhe überdenken zu können.

Was haben wir als unsere Fehler erkannt?

  1. Meine Frau steckt sehr viel weg - und das ist ihr wohl auf die Füße gefallen: Wenn jemand nicht brüllt, heult und schreit, dann wird er auch keine Schmerzen haben - so werden die Meisten gedacht haben. Doch ich kenne meine Frau: Wenn sie still in einer Ecke sitzt und sich kaum rührt, dann hat sie wahnsinnig starke Schmerzen - sie lässt es sich nur nicht anmerken. Und damit wird dies für alle anderen schon nicht so schlimm gewesen sein.
  2. Wir hätten nicht so lange darauf bestehen sollen, dass der Verursacher die Arztkosten übernimmt, sondern sofort unsere Auslandskrankenversicherung verständigen müssen. Der starke Gerechtigkeitssinn meiner Frau (weshalb soll die Auslandskrankenversicherung zahlen, wenn es einen Verursacher gibt?) hatte uns nur geschadet und die Fronten verhärtet. Allerdings würde ein Besuch des Schiffsarztes auch nichts genutzt haben, denn der hat höchstens ein Röntgengerät an Bord und kein CT. Mit dem Röntgengerät kann nicht das komplette Implantat gesehen werden (Abschirmung durch die Schulterblätter).
  3. Als uns Frau Z abkanzelte, hätten wir diese danach um ein Gespräch bitten sollen. Im Falle einer Verweigerung wäre ein Gespräch mit deren Vorgesetzten angebracht gewesen. Vielleicht wäre dadurch die Situation entspannter geworden. Allerdings ist man in einer solchen Situation nicht immer in der Lage, ruhig zu bleiben und einen kühlen Kopf zu bewahren - zumal es hier um eine eventuelle Gesundheitsgefährdung ging, was Frau Z ja überhaupt nicht interessierte. Und wir waren durch das Abbürsten so verdattert, dass wir erst einmal nur in unsere Kabine zurück gegangen waren, um das zu verdauen.
  4. Mit dem Absenden des Briefes am 04.01.16 hätten wir unbedingt bis zur anwaltlichen Beratung warten müssen. Dann hätten wir nicht etwas gefordert, das uns tatsächlich nicht zustand ("entgangene Urlaubsfreude" gilt nur für Sachmängel) - das wollten wir wahrlich auch nicht. Uns ging es lediglich um eine Entschädigung wegen des vermiesten Resturlaubes aufgrund des Verhaltens von Frau Z, ohne dass uns bewusst war, dass dieses nicht unter den Begriff "entgangene Urlaubsfreude" fällt. Das hätten wir anders und konkreter formulieren sollen. Die anwaltliche Beratung war sehr informativ, kam aber für uns leider zu spät.
Copyright by Jens Wahl, 2016 - 2017. Veröffentlicht am 25.01.2016. Letzte Änderung am 03.10.2017
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